5 Spartipps für hochwertige Patentübersetzungen

Patentübersetzungen müssen von höchster Qualität sein. Ihre Kanzlei hat viel Zeit und Energie darin investiert, eine Patentanmeldung zu formulieren, mit der Sie und Ihre Mandantschaft zufrieden sind. Sie schützt zuverlässig geistiges Eigentum – und genau das soll auch die Übersetzung tun.

Und zwar nicht nur, um der Erfindung willen, sondern auch, um die wertvolle Beziehung zu Ihrer Mandantschaft zu stärken.

Allerdings haben gute Übersetzungen ihren Preis. Und auch wenn Sie Wert darauf legen, dass Ihre Patentanmeldungen einwandfrei übersetzt werden, so wollen Sie doch die Kosten möglichst gering halten.

Und schon haben wir einen altbekannten Konflikt auszutragen: Qualität vs. Preis. Ist es besser, einen günstigeren Anbieter zu nutzen? Und einfach die schlechtere Qualität hinzunehmen und die Übersetzung im Nachgang selbst zu überarbeiten?

Das ist natürlich eine Möglichkeit. Aber Sie können mit Ihrer Zeit sicher Besseres anfangen.

In diesem Blogbeitrag gebe ich Ihnen fünf praktische Tipps, mit denen die Kosten für Ihre Patentübersetzungen überschaubar bleiben. So können Sie trotz enger Budgetvorgaben einen hochspezialisierten Übersetzungsprofi engagieren, der garantiert Topqualität liefert, und vermeiden zeitaufwendige Korrekturen.

1) Stellen Sie die Patentanmeldung in einem maschinenlesbaren Format bereit

Viele Patentanmeldungen werden als eingescanntes PDF zur Übersetzung beauftragt, oft sogar mit handschriftlichen Anmerkungen zu Prüfungsverfahren/Einsprüchen.

Das lässt sich manchmal nicht vermeiden. Sollten Sie allerdings eine Word-Version Ihrer Patentanmeldung haben, lassen Sie diese unbedingt auch Ihrem Übersetzer oder Ihrer Übersetzerin zukommen.

Um in allen Übersetzungen eine kundenspezifische und konsistente Terminologie zu gewährleisten, nutzen Übersetzungsprofis eine spezielle Software, für die maschinenlesbare Dokumente wie Word-Dateien nötig sind.

Wenn dem Übersetzer oder der Übersetzerin nur ein eingescanntes PDF-Dokument vorliegt, muss dieses zunächst aufwendig in einer OCR-Software (Optical Character Recognition) bearbeitet werden, um eine nutzbare Datei zu erstellen.

Dieser zusätzliche Arbeitsaufwand schlägt sich im Preis nieder, entweder als gesonderte Bearbeitungsgebühr oder in Form eines höheren Wortpreises für die Übersetzung.

Mit einer Patentanmeldung im gebrauchsfertigen Word-Format vermeiden Sie diese Zusatzkosten.

Profitipp: In manchen Fällen liegt die Patentanmeldung sowohl als Word-Datei als auch als PDF-Datei vor, wobei unklar ist, ob beide Dokumente exakt übereinstimmen. Oft handelt es sich bei der PDF-Datei um das aktuellere Dokument, das schon mehrere Überarbeitungsschleifen durchlaufen hat. In diesem Fall schicken Sie Ihrem Übersetzer oder Ihrer Übersetzerin am besten beide Dateien – mit dem zusätzlichen Hinweis, dass die PDF-Datei die finale Version darstellt. Auf diese Weise können Sie die Kosten gering halten und sicher stellen, dass die richtige Textversion übersetzt wird.

2) Überarbeiten Sie Zeichnungen selbst

Zeichnungen veranschaulichen die Ausführungsbeispiele der Erfindung und daher ein wesentlicher Teil von Patentanmeldungen. In manchen Fällen, etwa bei Linien- oder Flussdiagrammen, enthalten Sie unter Umständen viel Text, der ebenfalls zu übersetzen ist.

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können Ihren Übersetzer oder Ihre Übersetzerin entweder damit beauftragen, lediglich die Übersetzung der Bildunterschriften zu liefern, oder die Übersetzungen direkt in die Zeichnungen einzubinden.

Die zweite Option führt höchstwahrscheinlich zu höheren Kosten. Und da ein solcher DTP-Schritt oft pro Stunde berechnet wird, können sich diese Kosten bei mehreren Zeichnungen schnell summieren.

Um das zu vermeiden, können Sie die Bearbeitung der Zeichnungen kanzleiintern erledigen lassen, etwa von Ihrem Grafikteam oder der Person, die die Patentanmeldung verfasst hat.

Ihr Übersetzer oder Ihre Übersetzerin stellt Ihnen dann die fertig übersetzten Bildunterschriften in einer zweisprachigen Tabelle zur Verfügung, ohne sich um das DTP zu kümmern.

3) Beauftragen Sie ausschließlich die Übersetzung

Wenn ich für einen potenziellen Übersetzungsauftrag angeschrieben werde, frage ich zuerst, ob meine Übersetzung Korrektur gelesen werden soll.

Ein Korrektorat durch eine zweite Fachperson ist meine klare Empfehlung, denn vier Augen sehen mehr als zwei. Allerdings steigt dadurch der Preis.

Und zwar um bis zu 25 %, was das Budget Ihrer Mandantschaft überschreiten könnte.

Falls Sie den perfekten Übersetzungsprofi gefunden haben, der Preis für die Übersetzung zuzüglich Korrektorat allerdings zu hoch ist, können andere Vorkehrungen für das Korrektorat hilfreich sein.

Gibt es eine Person in Ihrer Kanzlei, die die Übersetzung gegenlesen kann? Oder könnte vielleicht sogar der Mandant selbst das übernehmen? Mit dieser Vorgehensweise lassen sich die Kosten für das Übersetzungsprojekt senken.

4) Verhandeln Sie die Abgabefrist

Egal wie gut Sie auch planen, manchmal muss eine Übersetzung kurzfristig geliefert werden. Neben dem Stress für die Suche nach einem geeigneten Übersetzungsprofi kommen hier häufig auch Kosten in Form von Eilzuschlägen auf Sie zu.

Wenn die enge Abgabefrist für Ihren Übersetzer oder Ihre Übersetzerin nur durch Überstunden einzuhalten ist, können Eilzuschläge von 30 bis 50 % anfallen. Bei Wochenendarbeit sogar mehr. Da ist das Budget schnell mal überschritten.

Wenn Kunden mit einer dringenden Anfrage auf mich zukommen, gebe ich Ihnen für gewöhnlich zwei Optionen: die Lieferung der Übersetzung zum frühestmöglichen Zeitpunkt (mit Überstunden unter der Woche und/oder Wochenendarbeit), zuzüglich eines Eilzuschlages, und die Lieferung der Übersetzung zu einem späteren Zeitpunkt (zu normalen Arbeitszeiten), ohne Eilzuschlag.

Sie sollten bei Ihrer Anfrage für eine dringende Übersetzung also schon genau wissen, welches Lieferdatum für Sie maximal akzeptabel wäre. Fragen Sie den Übersetzer oder die Übersetzerin nach dem frühesten Liefertermin, der ohne Eilzuschlag möglich ist, und mit ein wenig Glück, können Sie sich auf einen Kompromiss ohne Zusatzkosten einigen.

Profitipp: Wenn Sie bereits mit einem Stammübersetzer arbeiten und bei diesem gerade mehrere Projekte in Auftrag gegeben haben, überlegen Sie, welche Sie davon verschieben können, um Kapazitäten für Ihre dringende Anfrage zu schaffen.

5) Fassen Sie ähnliche Anmeldungen zusammen

Wortpreise sind bei Patentübersetzungen inzwischen Standard. Diese Art der Kalkulation ist oft für alle Beteiligten am einfachsten und gibt von Anfang an Klarheit über die Kosten.

Wenn Ihr Mandant nun mehrere ähnliche Patentanmeldungen übersetzen lassen möchte, kann es günstiger sein, einen einzigen Angebotspreis für alle einzuholen und sie gebündelt zu beauftragen.

Der Übersetzer oder die Übersetzerin kann die Dateien mit der bereits erwähnten Software analysieren und Überschneidungen in den Texten ermitteln. Wiederholungen von Textpassagen zwischen verschiedenen Patentanmeldungen können im Angebotspreis berücksichtigt werden und im Ergebnis zu Einsparungen für Sie und Ihren Mandanten führen.

Was tun mit dem freigewordenen Budget?

Wenn Sie diese Tipps für Ihre nächsten Patentübersetzungen berücksichtigen, haben Sie höchstwahrscheinlich schon bald mehr finanziellen Spielraum für hochwertige Patentübersetzungen vom Profi.

Dabei wird sich die Arbeit mit einem Fachübersetzer für Patente langfristig auszahlen.

Sie können sich wie gewohnt dem Schutz des geistigen Eigentums Ihrer Mandantschaft widmen – und sich darauf verlassen, dass Sie stets hervorragende Qualität erhalten, keine Zeit in die Überprüfung von Übersetzungen stecken müssen und Fehler vermieden werden, die ansonsten kostspielige Korrekturen oder gar Neuanmeldungen nach sich ziehen würden.

Und wo wir gerade von Ihrer Mandantschaft sprechen: Die Anwaltsteams, mit denen ich arbeite, berichten mir oft, dass Ihre Mandanten sofort merken, wenn ein Text vom Profi übersetzt wurde, der die Materie versteht.

Wenn Sie also mit einem Fachübersetzer wie mir arbeiten, festigen Sie gleichzeitig die Beziehung zu Ihrer Mandantschaft. Diese haben sich aufgrund Ihrer Fachkompetenz und Ihres guten Rufs vertrauensvoll an Sie gewandt. Und sie werden es mit Sicherheit zu schätzen wissen, dass Sie auch bei der Wahl Ihrer Übersetzer höchste Standards festlegen.

Wenn Sie also einen Patentübersetzer für Ihre deutschen, französischen oder spanischen Mandanten in der Fertigungsbranche benötigen: Ich bin für Sie da. Buchen Sie ein Gespräch mit mir oder schicken Sie mir eine E-Mail für eine unverbindliche Anfrage.

Ihre Mandanten sind in einer anderen Branche tätig? Melden Sie sich über mein Kontaktformular, um eine Empfehlung für geeignete Patentübersetzerinnen und -übersetzer zu erhalten.

Über den Autor

Dean Evans

Fachübersetzer für Patente